Kunstlerlexikon 6 tomów - Hans Vollmer
Tom I A-D - 619 stron
Tom II E-I - 584 stron
Tom III K - P - 640 stron
Tom IV Qu - U - 510 stron
Tom V V - Z - 554 stron
Tom VI H - Z - 500 stron
Hans Vollmer verfasste 1908 einen Beitrag zur Geschichte der Künstlerlexika.[1] Dabei war nach seiner Meinung das erste Werk, dass ein Lexikon dieser Art beinhaltete, die im Jahr 1751 von Jean-Baptiste le Rond d’Alembert und Denis Diderot publizierte Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers. Als erste eigenständige Form nennt er das Werk von Johann Rudolf Füssli, der in den Jahren 1763 bis 1777 ein Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler herausgab, das 1806 bis 1824 von seinem Sohn, Hans Heinrich Füssli fortgesetzt und durch einen Nachtragsband ergänzt wurde. In dieser Zeit erschien zwischen 1819 und 1822 auch in Italien die Enciclopedia metodico critico-ragionata delle belle arti von Pietro Zani in 28 Bänden, die aber eher einem Namensverzeichnis mit kurzen Einträgen glich. Im Jahr 1835 war es Georg Kaspar Nagler, der mit seinem Neuen Allgemeinen Künstlerlexikon, das bis 1852 in 22 Bände erschien, ein umfangreiches, wenn auch, wie Vollmer meinte, „vielfach unzuverlässiges und fast allenthalben von der Forschung überholtes“ Werk herausbrachte, das Künstler der Jahre 1750 bis 1840 erfasste. In Frankreich erschien in den Jahren 1851 bis 1860 das sechsbändige Abecedario de P. J. Mariette,[2] das von Charles-Philippe de Chennevières und Anatole de Courde de Montaigion herausgegeben wurde und auf den Aufzeichnungen von Pierre-Jean Mariette basierte. Es folgte eine vollständige Neubearbeitung des Naglerschen Lexikons unter Hinzuziehung etlicher Fachgelehrter aus dem In- und Ausland durch Julius Meyer, doch erschienen lediglich drei Bände, die wegen der Ausführlichkeit der Beiträge nur langsam zum Druck gelangten, so dass es schließlich nie fertiggestellt wurde. Es erschienen zwar auch andere Werke, doch befassten sie sich entweder mit eingeschränkten Kunstzweigen oder beschränkten sich auf einzelne Gebieten oder Zeiträume der Kunstgeschichte. Es fehlte folglich noch immer ein universales Künstlerlexikon, das die Bildenden Künstler aller Zeiten und Länder in sich vereinigte. Aus diesem Grunde begannen Ulrich Thieme und Felix Becker, mit der Absicht das von Meyer begonnene Vorhaben durch eine vollständige Neubearbeitung zu vollenden, mit der Herausgabe eines neuen Allgemeinen Künstlerlexikons. Zudem sollte es bis auf die Gegenwart weitergeführt und ergänzt werden. Nach gut zehn Jahren Vorarbeit erschien im Herbst 1907 der erste Band, der zunächst auf 20 Bände berechneten Reihe. Bewusst wurde hierbei auf zu umfangreiche Werkangaben und zu ausführliche Biografien verzichtet. Hinzu kam zudem ein neuer Bereich, der sich der ostasiatischen Kunst widmete. Zudem wurden zahlreiche Gelehrte hinzugezogen, die sich mit den Künstler des Auslandes befassten. Es wurde darauf Wert gelegt, dass alle Zweige des Kunsthandwerkes abgedeckt wurden. Da ein Namenslexikon sich dadurch auszeichnet, dass es alphabetisch aufgebaut ist, mussten zunächst die Einträge gesammelt, geordnet und mit den jeweiligen Literaturnachweisen versehen werden. Allein dies dehne die Vorarbeit auf Jahre aus. Ein weiteres Problem waren die oft abweichenden Namensschreibweisen der einzelnen Künstler oder die Einordnung in die Systematik, wenn diese nur nach dem Vornamen oder dem Ort ihres Wirkens benannt waren. Für ein derart umfangreiches Lexikon wurde die Mitarbeit auf zahlreiche Fachgelehrte und Lokalforschern des In- und Auslandes verteilt. Der Redaktion oblag es zuletzt die eingesandten Manuskripte zu sichten zusammenzustellen und zum Druck freizugeben. Ab 1967 wurde die Neubearbeitung dieses Lexikons unter dem neuen Titel Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker begonnen und fortgesetzt.